3. Open Stage


 

Am 8. Mai 2026 war es wieder soweit: Vorhang auf für unser 3. Open Stage 

Das Wetter-Wunder 

Nachdem uns im letzten Jahr strahlender Sonnenschein verwöhnt hatte, blickten wir dieses Mal etwas besorgt gen Himmel. Die Tage vor der Veranstaltung waren grau und regnerisch. Es wurde gehofft und gebetet… Und tatsächlich: In der Nacht hörte es auf zu stürmen und es blieb beim Aufbau und der Generalprobe am Vormittag trocken. Als um 17:00 Uhr der Startschuss fiel, blinzelte sogar die Sonne hervor, als wollte selbst sie sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. 

Sound, Stimmung und Showtalente 

Schon am Nachmittag sorgte unser Technik-Team, bestehend aus Samu und Xalius, für die richtige Betriebstemperatur. Mit satten Beats und Partymusik motivierten sie die Teilnehmenden und alle Helfenden vor Ort, sodass die Stimmung bereits vor den ersten offiziellen Tönen absolut großartig war. 

Insgesamt 30 Akteure aus allen Jahrgangsstufen sowie die legendären TeachBros präsentierten ein vielfältiges Programm: 

  • Musikalische Highlights:Von klassischen Klavierklängen, Chorgesang und Saxophon-Soli bis hin zu gefühlvollen Singer/Songwriter-Einlagen. 
  • Bewegungskunst:Mitreißender Tanz, graziler Spitzentanz und beeindruckende Sportgymnastik. 
  • Entertainment:Kleinkunst und Comedy-Momente, die das Publikum zum Lachen brachten. 

Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, welches Potenzial in unserer Schülerschaft  steckt und wie vielfältig ihre Talente sind.  

Während des gesamten Spektakels führte uns unser Moderatorenduo charmant und souverän durch das Programm: Schulsprecherin Lena und Marlon von der Schülervertretung (SV) sorgten für einen reibungslosen Ablauf und nahtlose Übergänge. Auch von der SV gab es auch Einblicke in ihre wichtige Arbeit. Alle Anwesenden wurden mit frischen Waffeln, Popcorn, herzhaften Brezeln und kühlen Getränken versorgt. Besonders schön war es, auch viele Ehemalige unter den Zuschauenden zu entdecken, die den Weg zurück an ihre alte Wirkungsstätte gefunden hatten. 

Fazit und Ausblick 

Es ist ein echtes Geschenk, dass sich diese Veranstaltung nach der Corona-Zeit so fest in unserem Schulleben etabliert hat. Open Stage ist mehr als nur eine Talentshow; es ist ein Fest der gesamten Schulgemeinschaft. 

Nun verabschieden wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge vom alten Schulhof. Unsere Vorfreude auf die kommenden Jahre ist jedoch riesig: Wir sind alle gespannt, welche technischen und räumlichen Möglichkeiten uns das neue Schulgebäude für das 4. Open Stage bieten wird. 

Ein herzliches Dankeschön an alle, die geholfen, mitgewirkt und zugeschaut haben! 

Wir dürfen nicht vergessen! 


   

Wir dürfen nicht vergessen! 

Erst kürzlich jährte sich die Befreiung des KZ Buchenwald zum 81. Mal. Für unsere Schülerinnen und Schüler liegt dies natürlich weit in der Vergangenheit, doch war ihnen allen klar: Wir dürfen nicht vergessen! 

Aus diesem Grund haben die 9. Klassen und der Jahrgang 10 beschlossen, eine Exkursion nach Buchenwald zu machen. Da der Tag sowohl bei unserer Schülerschaft als auch bei unseren Lehrkräften einem bleibenden Eindruck hinterlassen hat, beschreiben die folgenden Texte die Erlebnisse des Tagesausflugs auf eindrückliche und persönliche Art und Weise: 

Aus Sicht der Klassenlehrerin der 9b – Frau Risch: 

Die Gedenkstätte des Konzentrationslagers in der Nähe von Weimar lässt sich gut mit dem Bus erreichen, sodass sich für das sensible Thema ein Tagesausflug anbietet. 

Bereits im Vorfeld wurde die Ernsthaftigkeit des Themas deutlich, und man merkte, dass die Lernenden mit einem Mix aus Unsicherheit und Neugier auf den Ausflug blickten: „Was erwartet uns?, „Was ist dort genau passiert?
Es zeigte uns allen, wie wichtig es ist, die Zeit des Nationalsozialismus zu thematisieren und einen sicheren Raum für Fragen zu bieten. Die 10. Klasse beschäftigte sich bereits im letzten Schuljahr mit dem Tagebuch der Anne Frank, wodurch bereits viel Vorwissen vorhanden war. Aktuell beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht mit den historischen Hintergründen. 

Doch auch wenn der Geschichtsunterricht den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust erst in Klasse 10 vorsieht, sind wir als Schule natürlich darauf bedacht, die Jugendlichen frühzeitig zu sensibilisieren. Die Klasse 9a hat bereits den Roman „Damals war es Friedrich“ gelesen, in dem es um eine Freundschaft zwischen einem jüdischen und einem nichtjüdischen Jungen geht. Die Klasse 9b wird im Anschluss an die Exkursion den Roman „Die Welle“ lesen, um ihr Wissen auch im Unterricht anzuwenden. 

Der Ausflug erfüllte uns Lehrkräfte, die sich im Vorhinein natürlich Gedanken gemacht hatten – Wie nehmen die Kinder den Ort wahr? Welche Fragen oder Emotionen kommen auf? – mit Stolz. Die Schülerinnen und Schüler sind der Gedenkstätte mit der nötigen Sensibilität und Achtsamkeit begegnet, und anhand ihrer Fragen wurde deutlich, dass ihre Köpfe einiges zu verarbeiten hatten, aber auch verarbeiten wollten. Sie unterstützten sich gegenseitig, auch klassenübergreifend, und waren trotz der langen Laufwege motiviert, das Gelände zu erkunden. 

Im Nachgang sind die Jugendlichen nochmals ins Gespräch gekommen, und es wurde deutlich, dass eine solche Exkursion nicht nur Fragen beantwortet, sondern vor allem Fragen aufwirft, an denen nun weitergearbeitet werden soll: „Wer kam warum ins KZ?, „Kamen Menschen auch wieder frei?, „Warum wurden Inhaftierte unterschiedlich behandelt?“ Damit uns allen klar ist und bleibt: Auch nach 81 Jahren ist das Thema für uns nicht greifbar und nicht zu verstehen. Doch der JHWS ist klar: Wir dürfen nicht vergessen! 

 

Und aus Sicht der Schülerin Jessy aus der 9a: 

Los ging es morgens an den Giesewiesen. Da wir so viele Leute waren, kam ein großer Doppeldecker Bus, was für uns das erste Highlight war. Wer oben ganz vorne sitzen durfte, hatte eine besonders gute Aussicht.   

Die Fahrt von Kassel bis nach Weimar dauerte ungefähr zwei Stunden. Während wir auf der Hinfahrt noch viel gelacht und Musik gehört haben, wurde es kurz vor der Ankunft immer ruhiger im Bus. Man konnte spüren, dass alle Respekt vor dem hatten, was uns dort erwarten würde.  

 

Der erste Eindruck vor Ort 

Als wir aus dem Bus gestiegen sind, war es unheimlich windig und kühl - passend zur Stimmung und Atmosphäre des Ortes. Zum Einstieg schauten wir gemeinsam einen Film über Buchenwald. Danach wurden wir in Gruppen über das Gelände geführt und durften uns vieles ansehen. Besonders beklemmend war das Gefühl, durch das bekannte Lagertor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“ zu gehen. Denn mit dem Wissen, was dort passiert ist, wirkt dieser Satz einfach nur grausam.  

Danach liefen wir über den riesigen Appellplatz, wo früher die Häftlinge stundenlang stehen mussten, egal wie kalt und stürmisch es war. Auch das Krematorium und die Ausstellungen haben wir besucht. Dort konnten wir viele persönliche Gegenstände sehen, wie beispielsweise alte Schuhe, Koffer oder Briefe der Inhaftierten. Dadurch wirkte das Geschehene viel „echter“ und unser theoretisches Vorwissen viel nahbarer, denn man konnte sehen, dass dort Menschen wie du und ich leben mussten.   

Was wir mitnehmen 

Nach ein paar Stunden auf dem Gelände haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Die zwei Stunden Rückfahrt nach Kassel waren ganz anders als unsere Hinfahrt. Viele von uns waren ganz still und haben kaum etwas gesagt. Wir alle mussten das Gesehene erst einmal verarbeiten und waren unheimlich erschöpft.  

Ich spreche daher sicherlich für alle, wenn ich sage, dass uns dieser Besuch die Augen geöffnet hat. Es ist ein beklemmendes Gefühl zu wissen, was an einem solchen Ort geschehen ist – Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam dort waren. Im Nachhinein schätzt man seine eigene Freiheit viel mehr und vergisst sicherlich niemals, was dort geschehen ist.  

Es war ein anstrengender, aber sehr wichtiger Tag für unsere Klassen. 

Der Start in das Berufsleben  – Betriebspraktikum Jhg. 9


Ob Automechaniker, Sozialarbeiterin, Einzelhändler oder Ärztin … Die Interessen der Klassen 9a und b sind vielfältig. Da der Schulabschluss und damit die Entscheidung wie der Lebensunterhalt verdient werden soll, näherrückt, haben unsere Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Betriebspraktikum absolviert. Einige Erfahrungen teilen sie mit uns in den kommenden Zeilen.  

 „Ich fand das Betriebspraktikum gut, ich habe viel gelernt“, berichtet Lena, eine Schülerin aus der 9b, die ihr Betriebspraktikum im Medienzentrum Nordhessen absolviert hat. Gemeinsam mit einer Klassenkameradin konnte Lena an verschiedenen Projekten teilhaben und spannende Einblicke in das Berufsleben gewinnen. Dazu gehörte unter anderem ein Interview mit unseren Schulleiter Herrn Mackenroth und das Filmen, Schneiden und Redigieren eines Berichts über den Umzug unserer Schule. Unheimlich viele Aufgaben,  die herausfordernd und gewinnbringend zugleich waren. Kein Wunder daher, dass die Schülerin zugibt: „Die Arbeitszeiten waren teilweise echt lang, ich hatte aber Spaß.“ Ja, ein solcher Arbeitstag kann durchaus lang und anstrengend werden. Allerdings müssen sich Berufseinsteigende auch zunächst an den neuen Arbeitsalltag gewöhnen, welcher einen großen Kontrast zum gewohnten Schulalltag  darstellt.  

Ebenfalls ein voller Erfolg war das Praktikum einer Schülerin, die sich für einen Platz in der Kirchengemeinde Kaufungen entschieden hat. Dort durfte sie eigenständig Jugendgruppen und Kindergottesdienste leiten – ganz schön viel Verantwortung für die junge Schülerin. Jedoch zahlte sich das Vertrauen aus: „Das Betriebspraktikum hat mir Spaß gemacht und ich engagier mich jetzt auch noch weiterhin in der Gemeinde.“ 

 Auch im Einzelhandel sahen sich unsere Schülerinnen und Schüler mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Jedoch reflektiert eine Schülerin, die ihr Praktikum in der Buchhandlung Thalia gemacht hat: „Meiner Meinung nach war das Betriebspraktikum sehr schön, ich habe viele neue Sachen gelernt und konnte aus Fehlern lernen“. 

 Ein besonders außergewöhnliches Praktikum verbrachte ein weiterer Schüler bei einem Kasseler Event- und Medientechnik-Unternehmen. Das ihm bislang unbekannte Berufsfeld war so vielseitig und spannend, dass er gerne noch länger dort geblieben wäre: „Das Praktikum war zum Teil zu kurz, da ich mich noch nicht richtig einarbeiten konnte“, berichtet er im Nachhinein. 

Viel Erfolg!


Wir wünschen unserem Abschlussjahrgang viel Erfolg und Gottes Kraft und Frieden für die Abschlussprüfungen, die in dieser Woche geschrieben werden.

Sozialpraktikum – Lernen durch Mitmachen 


Für zwei Wochen haben die Schülerinnen und Schüler unserer 8. Klassen ihr Klassenzimmer gegen ganz unterschiedliche soziale Einrichtungen eingetauscht. Im Rahmen des Sozialpraktikums erhielten sie die Möglichkeit, soziale Berufsfelder kennenzulernen und Erfahrungen außerhalb des Schulalltags zu sammeln. 

Die Jugendlichen waren unter anderem in Kindergärten, sozialen Diensten, Seniorenheimen, sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder auch in der Bahnhofsmission eingesetzt. Dort unterstützten sie das Fachpersonal, halfen im Alltag mit und bekamen einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben sozialer Arbeit. 

„Man braucht vor allem Geduld und die Gabe gut zuzuhören. Außerdem muss man es auch fertig bringen größere und kleinere Probleme zu lösen.“ 

Viele Schülerinnen und Schüler erlebten, wie wichtig Geduld, Zuverlässigkeit und ein respektvoller Umgang miteinander sind. Gerade der direkte Kontakt mit fremden Menschen stellte für einige eine neue Herausforderung dar – und zugleich eine bereichernde Erfahrung. 

„Um gut mit Menschen zu arbeiten, braucht man gute Kommunikation.“ 

Als christliche Schule ist es uns wichtig, jungen Menschen Werte wie Verantwortung, Mitgefühl und Nächstenliebe nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern im Alltag erfahrbar zu machen. Das Sozialpraktikum bot hierfür einen passenden Rahmen und lud dazu ein, bewusst hinzuschauen und füreinander da zu sein. 

„Man braucht Empathie, Mitgefühl und muss einfach für die Menschen da sein! Mit ihnen arbeiten und nicht aneinander vorbei leben.“ 

Für viele war das Praktikum nicht nur eine Abwechslung vom Schulalltag, sondern auch eine wertvolle Orientierung für die eigene Zukunft. Gleichzeitig wurde der Blick für gesellschaftliche Verantwortung geschärft. 

„Ich habe gelernt, dass es anderen Menschen nicht so gut geht wie mir.“ 

“Wenn niemand im sozialen Bereich arbeiten würde‘ wären die meisten Menschen aufgeschmissen“ 

Wir danken allen Einrichtungen herzlich, die unsere Schülerinnen und Schüler während des Sozialpraktikums begleitet und unterstützt haben. 

Berufsorientierung an der JHWS


  

Probieren geht über studieren – Zwei spannende Wochen in der Interessenswerkstatt 

Die Klassen 7a und 7b hatten im März die besondere Gelegenheit, an der Interessenswerkstatt des BWNW in Kassel teilzunehmen. Zwei Wochen lang konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufsfelder kennenlernen und dabei vor allem eines tun: selbst ausprobieren. Die Werkstatt bot Einblicke in die Bereiche Holz, Metall, Elektro, Büro, IT, Pflege und Malerei. Ziel ist es, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, welche Tätigkeiten den eigenen Interessen entsprechen könnten. Besonders begeistert zeigten sich die Jugendlichen von den praktischen Aufgaben. „Es war richtig gut, dass wir nicht nur zugeschaut haben, sondern alles selbst machen durften“, berichtet Mathilda (7a). Diese Möglichkeit wurde von vielen als besonders wertvoll hervorgehoben. Im Bereich Malerei konnten die Schülerinnen und Schüler kreativ werden. „Wir haben ein eigenes Wandbild mit unseren Initialen entworfen und dabei auch etwas über die Farblehre gelernt“, erzählt Paul (7b). Viele fanden es spannend zu sehen, wie Farben wirken und wie man sie gezielt einsetzen kann. Auch im Bereich Elektro wurde es praktisch: „Wir haben einen eigenen Schaltkreis gebaut und dabei mit Lötkolben gearbeitet“, berichtet Damian (7a). Anfangs sei das ungewohnt gewesen, doch am Ende waren alle stolz auf ihre funktionierenden Ergebnisse. Im Bereich Pflege sammelten die Jugendlichen erste Einblicke in soziale Berufe. „Wir haben an einer Übungspuppe namens ‚Otto‘ gearbeitet“, erklären Pia und Lotta (7b). „Dabei haben wir gelernt, wie man mit Patientinnen und Patienten umgeht, Verbände wechselt und dabei auf Hygiene achtet und sogar, wie ein Zugang gelegt wird.“ Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden geübt. Die Jugendlichen fanden diesen Bereich besonders interessant, weil er so nah am echten Leben ist. Im Bereich Holz wurde handwerklich gearbeitet: „Wir haben ein Schlüsselbrett hergestellt – vom Zuschneiden bis zum fertigen Produkt“, erzählt Sara (7b) stolz. Das Arbeiten mit den Materialien habe vielen Spaß gemacht, vor allem, weil man am Ende ein eigenes Werkstück mit nach Hause nehmen konnte.  

Insgesamt beschreiben die Schülerinnen und Schüler die zwei Wochen als sehr positive Erfahrung. Neben neuen Kenntnissen in verschiedenen Berufsfeldern konnten sie auch ihre eigenen Fähigkeiten entdecken und stärken. Die Interessenswerkstatt des BWNW hat damit nicht nur einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht, sondern auch geholfen, erste Ideen für die eigene berufliche Zukunft zu entwickeln.

Interaktiver Ostergottesdienst


 

Interaktiver Ostergottesdienst mit Einsegnung der stellvertretenden Schulleitung 

Vor den Osterferien erlebten wir an unserer Schule einen besonders gelungenen und eindrucksvollen Ostergottesdienst, der von den beiden 8. Klassen mit viel Engagement und Kreativität vorbereitet und gestaltet wurde. Der Gottesdienst zeichnete sich nicht nur durch seine inhaltliche Tiefe aus, sondern auch durch seine interaktiven Elemente, die alle Teilnehmer aktiv einbezogen und zum Nachdenken anregten. 

Ein zentrales Element des Gottesdienstes war die Arbeit in den einzelnen Klassengruppen: Jede Klasse wurde von zwei Achtklässlern als Teamleiter angeleitet – mit einer Bibelstelle und dazugehörigem Bild, dazu einer Fragestellung und Aufgabe, die gemeinsam diskutiert werden sollten. Diese Form der Auseinandersetzung ermöglichte es den Kindern, sich auf persönliche Weise mit den Texten auseinanderzusetzen und eigene Gedanken einzubringen. 

Die 7. Klasse beschäftigte sich mit einer besonders eindrücklichen Passage aus der Bibel, in der die Verurteilung Jesu geschildert wird. Darin wird beschrieben, wie Pontius Pilatus dem Volk die Wahl lässt, entweder Jesus oder den verurteilten Verbrecher Barabbas freizulassen. Obwohl Jesus unschuldig ist, entscheidet sich die Menge für Barabbas: 

„Wen wollt ihr, dass ich euch losgebe: Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird er sei der Christus?“ Da schrien sie noch mehr: Lass ihn kreuzigen!“ 

Diese Bibelstelle regte zu intensiven Gesprächen an. Die Kinder setzten sich mit Fragen auseinander wie: Warum entscheidet sich die Mehrheit gegen Jesus? Welche Rolle spielt Gruppendruck? Und wie hätten wir selbst in dieser Situation gehandelt? 

Gerade im Hinblick auf unsere heutige Zeit wurde deutlich, wie aktuell diese Thematik ist. Auch heute erleben wir Situationen, in denen Mehrheitsmeinungen nicht unbedingt gerecht oder richtig sind. Der Mut, gegen den Strom zu schwimmen, bleibt herausfordernd. Die Diskussion zeigte eindrucksvoll, dass viele Schülerinnen und Schüler ein gutes Gespür für Gerechtigkeit besitzen und bereit sind, sich mit schwierigen ethischen Fragen auseinanderzusetzen. 

Neben diesen inhaltlichen Impulsen war der Gottesdienst geprägt von einer offenen und fröhlichen Atmosphäre. Gemeinsam wurde gesungen und einfühlsam formulierte Gebete von den Achtklässlern spiegelten Gedanken und Hoffnungen unserer Schulgemeinschaft wider. Unterstützung bei der Gottesdienstvorbereitung erhielten sie von unseren Schulsozialarbeitern Herrn Herwig und Frau Engelhardt. 

Insgesamt war der Ostergottesdienst ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Lernen und gelebter Glaube an unserer Schule Hand in Hand gehen können. 

In diesem würdevollen Rahmen wurde unsere stellvertretende Schulleitung, Frau Apostel, von Frau Götte, der Vereinsvorsitzenden des Christlichen Schulvereins e.V., herzlich willkommen geheißen und mit Blumenstrauß sowie Applaus von der Schulgemeinschaft und in ihre verantwortungsvolle Rolle eingesegnet. 

Insgesamt war der Ostergottesdienst ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Lernen und gelebter Glaube an unserer Schule Hand in Hand gehen können.

Fit fürs Leben bei IKEA


Ein wichtiger Bestandteil des Selbständigwerdens ist es, eine Wohnung zu haben und sie auch so einzurichten, dass man sich in ihr wohlfühlt. In diesem Sinne haben wir als Klasse 10 im WPU Kurs Fit fürs Leben mit Kurslehrer Herr Baak zu einem Besuch beim Einrichtungshaus IKEA aufgemacht. Eine sinnvolle Unterrichtseinheit, denn wir konnten herausfinden, welche Möglichkeiten es zum Möblieren einer eigenen Wohnung gibt. Außerdem haben wir bemerkt, wie viel Geld man für die Möbel ausgeben muss, auch wenn die erste Wohnung vielleicht nur eine Fläche von ca. 40m² bis 60m² hat. 

Der Tag, an dem wir das Möbelgeschäft IKEA besuchten, begann wie jeder andere Schultag, d.h. wir mussten um 7.50 Uhr in der Schule sein und haben zusammen mit unserem Lehrer den Tagesablauf besprochen. Danach nahmen wir um 9.30 Uhr den Bus zu IKEA ach Waldau. Als wir dort ankamen, mussten wir kurz warten, bis das Möbelhaus geöffnet wurde. Zuerst haben wir dann gemeinsam gefrühstückt. Nach dem Essen haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt und sind von 11 Uhr bis 13 Uhr unserm Arbeitsauftrag nachgegangen. Ziel war es die Kostenplanung für die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung zu erstellen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, habe ich mir einen Plan erstellt, mit welchen Möbeln ich das Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer und die Küche einrichten möchte. Für das Wohnzimmer ergab sich ein Betrag von 1.072,94 EUR, für das Schlafzimmer 1.044,87 EUR, für das Badezimmer 109,93 EUR und für die Küche 2.482,40 EUR. Die gesamte Einrichtung sollte 4.710,14 EUR kosten. 

Um den Arbeitsauftrag abzuschließen, mussten wir noch in das untere Stockwerk (die Markthalle) gehen, damit wir ein paar weitere nötige Einrichtungsgegenstände hinzufügen konnten, z.B. Lampen, Wäschekörbe etc. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser praxisnahe Unterricht uns gezeigt hat, dass das Möblieren einer Wohnung ziemlich teuer werden kann. Eine Schwierigkeit bei der Suche der passenden Möbel war auch, dass die Wohnungsfläche so begrenzt war und damit die Auswahl der Möbel nicht so groß. Eine gute Planung ist somit wichtig und notwendig.

Sechstklässler gegen Großmeister 


Kinder von heute sind nur noch an ihrem Handy interessiert und verschwinden in den Social Media Kanälen? Fehlanzeige! Die Sechstklässler hatten im Februar tatsächlich viel Spaß mit 32 weißen und 32 schwarzen Feldern. 

Bei seinem Schach-Promotion-Angebot im DEZ gab Großmeister Steffen Siebert eine Ruck-Zuck-Einführung in die Zugregeln der einzelnen Schachfiguren und forderte die Schülerinnen und Schüler zum strategischen Denken heraus. Schnell wurden einige Prinzipien des Schachspiels klar. Dabei stellte sich heraus, dass überraschend viele Kinder bereits Schach spielen konnten. 

Nach wenigen Minuten ging es an die Schachbretter. Spiele mit nur zwei Figurengruppen, zum Beispiel Läufer gegen Bauern. Diese Aufgabenstellungen führten an Zugmöglichkeiten, Strategie und Tücken des Schachspiels heran. 

Schon bald konnten die mit dem Spiel vertrauten Kinder gegeneinander spielen. Das größte Ziel der Sechstklässler aber: einmal gegen den Großmeister gewinnen. Tatsächlich schaffte es ein Team aus der 6a – mit nur ein bisschen Hilfe vom Großmeister selbst. 

Alle konnten, auch dank der Tipps von Sieberts kleinem Bundesliga-Helferteam, in diesen 1,5 Stunden ein bisschen wachsen. Einige gingen sogar mit einem Kompliment für ihre Schachfertigkeiten nach Hause. Und wenn das Lob von Steffen Siebert kommt, heißt das schon etwas! 

“Benny’s Day” in den Klassen 5 


Vor einigen Wochen hörten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 im Englischunterricht die Geschichte von “Benny’s Day”. 

Während Frau Kreckel die Geschichte laut vorlas, machten die Schülerinnen und Schüler sich Notizen über Benny, einen Hund, der tagsüber in Christinas Haus in verschiedene Räume hinein- und hinausgeht und beobachtet, was passiert. Er spielt nachmittags mit einem Ball im Garten und schläft in Christinas Schlafzimmer. 

In der darauffolgenden Woche kehrten die Lernenden zu der Geschichte zurück, diesmal um sie zu lesen und ein Comic-Storyboard darüber zu zeichnen. Es galt Details wie den roten Bleistift auf dem blauen Schreibtisch einzufügen und mindestens zwei Sprech- oder Gedankenblasen für Benny einzubauen. 

Dabei entstanden lustige und spannende Comics über Benny’s Day. Die Kinder konnten ihr Verständnis dieses kurzen Textes zeigen und genossen die Gelegenheit, während des Englischunterrichts zu zeichnen. Jedes Kind konnte auch seine individuelle Sichtweise auf die Geschichte zeigen. Die besonderen Ergebnisse können sich sehen lassen. Frau Kreckel war sehr stolz auf die Anstrengungen und die Kreativität der Schülerinnen und Schüler. 

Eine zeitlich verteilte Wiederholung mit leichten Variationen in der Betonung (Grammatik vs. Vokabular) und den Aufgaben (Notizen machen vs. Bilder malen) ist eine Kernpraxis im Sprachunterricht.  

Die Verwendung von visuellen Hilfsmitteln zum Sprachenlernen ist ebenfalls als hochwirksame Methode bekannt. Wenn Kinder verschiedene Modi gleichzeitig verwenden, wird sichergestellt, dass verschiedene Teile des Gehirns gleichzeitig aktiv sind. Dies hilft zu gewährleisten, dass die Konzepte „hängenbleiben“. Es half den Kindern sichtlich dabei, Grammatikkonzepte und Vokabeln zu verstehen. 

Solch eine praktische, kreative, und abwechslungsreiche Arbeit, wie in diesem Englischunterricht ist genau, wie Schule sein sollte!