
Interaktiver Ostergottesdienst mit Einsegnung der stellvertretenden Schulleitung
Vor den Osterferien erlebten wir an unserer Schule einen besonders gelungenen und eindrucksvollen Ostergottesdienst, der von den beiden 8. Klassen mit viel Engagement und Kreativität vorbereitet und gestaltet wurde. Der Gottesdienst zeichnete sich nicht nur durch seine inhaltliche Tiefe aus, sondern auch durch seine interaktiven Elemente, die alle Teilnehmer aktiv einbezogen und zum Nachdenken anregten.
Ein zentrales Element des Gottesdienstes war die Arbeit in den einzelnen Klassengruppen: Jede Klasse wurde von zwei Achtklässlern als Teamleiter angeleitet – mit einer Bibelstelle und dazugehörigem Bild, dazu einer Fragestellung und Aufgabe, die gemeinsam diskutiert werden sollten. Diese Form der Auseinandersetzung ermöglichte es den Kindern, sich auf persönliche Weise mit den Texten auseinanderzusetzen und eigene Gedanken einzubringen.
Die 7. Klasse beschäftigte sich mit einer besonders eindrücklichen Passage aus der Bibel, in der die Verurteilung Jesu geschildert wird. Darin wird beschrieben, wie Pontius Pilatus dem Volk die Wahl lässt, entweder Jesus oder den verurteilten Verbrecher Barabbas freizulassen. Obwohl Jesus unschuldig ist, entscheidet sich die Menge für Barabbas:
„Wen wollt ihr, dass ich euch losgebe: Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird er sei der Christus?“ Da schrien sie noch mehr: Lass ihn kreuzigen!“
Diese Bibelstelle regte zu intensiven Gesprächen an. Die Kinder setzten sich mit Fragen auseinander wie: Warum entscheidet sich die Mehrheit gegen Jesus? Welche Rolle spielt Gruppendruck? Und wie hätten wir selbst in dieser Situation gehandelt?
Gerade im Hinblick auf unsere heutige Zeit wurde deutlich, wie aktuell diese Thematik ist. Auch heute erleben wir Situationen, in denen Mehrheitsmeinungen nicht unbedingt gerecht oder richtig sind. Der Mut, gegen den Strom zu schwimmen, bleibt herausfordernd. Die Diskussion zeigte eindrucksvoll, dass viele Schülerinnen und Schüler ein gutes Gespür für Gerechtigkeit besitzen und bereit sind, sich mit schwierigen ethischen Fragen auseinanderzusetzen.
Neben diesen inhaltlichen Impulsen war der Gottesdienst geprägt von einer offenen und fröhlichen Atmosphäre. Gemeinsam wurde gesungen und einfühlsam formulierte Gebete von den Achtklässlern spiegelten Gedanken und Hoffnungen unserer Schulgemeinschaft wider. Unterstützung bei der Gottesdienstvorbereitung erhielten sie von unseren Schulsozialarbeitern Herrn Herwig und Frau Engelhardt.
Insgesamt war der Ostergottesdienst ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Lernen und gelebter Glaube an unserer Schule Hand in Hand gehen können.
In diesem würdevollen Rahmen wurde unsere stellvertretende Schulleitung, Frau Apostel, von Frau Götte, der Vereinsvorsitzenden des Christlichen Schulvereins e.V., herzlich willkommen geheißen und mit Blumenstrauß sowie Applaus von der Schulgemeinschaft und in ihre verantwortungsvolle Rolle eingesegnet.
Insgesamt war der Ostergottesdienst ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Lernen und gelebter Glaube an unserer Schule Hand in Hand gehen können.