Berufsorientierung an der JHWS


  

Probieren geht über studieren – Zwei spannende Wochen in der Interessenswerkstatt 

Die Klassen 7a und 7b hatten im März die besondere Gelegenheit, an der Interessenswerkstatt des BWNW in Kassel teilzunehmen. Zwei Wochen lang konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufsfelder kennenlernen und dabei vor allem eines tun: selbst ausprobieren. Die Werkstatt bot Einblicke in die Bereiche Holz, Metall, Elektro, Büro, IT, Pflege und Malerei. Ziel ist es, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, welche Tätigkeiten den eigenen Interessen entsprechen könnten. Besonders begeistert zeigten sich die Jugendlichen von den praktischen Aufgaben. „Es war richtig gut, dass wir nicht nur zugeschaut haben, sondern alles selbst machen durften“, berichtet Mathilda (7a). Diese Möglichkeit wurde von vielen als besonders wertvoll hervorgehoben. Im Bereich Malerei konnten die Schülerinnen und Schüler kreativ werden. „Wir haben ein eigenes Wandbild mit unseren Initialen entworfen und dabei auch etwas über die Farblehre gelernt“, erzählt Paul (7b). Viele fanden es spannend zu sehen, wie Farben wirken und wie man sie gezielt einsetzen kann. Auch im Bereich Elektro wurde es praktisch: „Wir haben einen eigenen Schaltkreis gebaut und dabei mit Lötkolben gearbeitet“, berichtet Damian (7a). Anfangs sei das ungewohnt gewesen, doch am Ende waren alle stolz auf ihre funktionierenden Ergebnisse. Im Bereich Pflege sammelten die Jugendlichen erste Einblicke in soziale Berufe. „Wir haben an einer Übungspuppe namens ‚Otto‘ gearbeitet“, erklären Pia und Lotta (7b). „Dabei haben wir gelernt, wie man mit Patientinnen und Patienten umgeht, Verbände wechselt und dabei auf Hygiene achtet und sogar, wie ein Zugang gelegt wird.“ Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden geübt. Die Jugendlichen fanden diesen Bereich besonders interessant, weil er so nah am echten Leben ist. Im Bereich Holz wurde handwerklich gearbeitet: „Wir haben ein Schlüsselbrett hergestellt – vom Zuschneiden bis zum fertigen Produkt“, erzählt Sara (7b) stolz. Das Arbeiten mit den Materialien habe vielen Spaß gemacht, vor allem, weil man am Ende ein eigenes Werkstück mit nach Hause nehmen konnte.  

Insgesamt beschreiben die Schülerinnen und Schüler die zwei Wochen als sehr positive Erfahrung. Neben neuen Kenntnissen in verschiedenen Berufsfeldern konnten sie auch ihre eigenen Fähigkeiten entdecken und stärken. Die Interessenswerkstatt des BWNW hat damit nicht nur einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht, sondern auch geholfen, erste Ideen für die eigene berufliche Zukunft zu entwickeln.

Interaktiver Ostergottesdienst


 

Interaktiver Ostergottesdienst mit Einsegnung der stellvertretenden Schulleitung 

Vor den Osterferien erlebten wir an unserer Schule einen besonders gelungenen und eindrucksvollen Ostergottesdienst, der von den beiden 8. Klassen mit viel Engagement und Kreativität vorbereitet und gestaltet wurde. Der Gottesdienst zeichnete sich nicht nur durch seine inhaltliche Tiefe aus, sondern auch durch seine interaktiven Elemente, die alle Teilnehmer aktiv einbezogen und zum Nachdenken anregten. 

Ein zentrales Element des Gottesdienstes war die Arbeit in den einzelnen Klassengruppen: Jede Klasse wurde von zwei Achtklässlern als Teamleiter angeleitet – mit einer Bibelstelle und dazugehörigem Bild, dazu einer Fragestellung und Aufgabe, die gemeinsam diskutiert werden sollten. Diese Form der Auseinandersetzung ermöglichte es den Kindern, sich auf persönliche Weise mit den Texten auseinanderzusetzen und eigene Gedanken einzubringen. 

Die 7. Klasse beschäftigte sich mit einer besonders eindrücklichen Passage aus der Bibel, in der die Verurteilung Jesu geschildert wird. Darin wird beschrieben, wie Pontius Pilatus dem Volk die Wahl lässt, entweder Jesus oder den verurteilten Verbrecher Barabbas freizulassen. Obwohl Jesus unschuldig ist, entscheidet sich die Menge für Barabbas: 

„Wen wollt ihr, dass ich euch losgebe: Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird er sei der Christus?“ Da schrien sie noch mehr: Lass ihn kreuzigen!“ 

Diese Bibelstelle regte zu intensiven Gesprächen an. Die Kinder setzten sich mit Fragen auseinander wie: Warum entscheidet sich die Mehrheit gegen Jesus? Welche Rolle spielt Gruppendruck? Und wie hätten wir selbst in dieser Situation gehandelt? 

Gerade im Hinblick auf unsere heutige Zeit wurde deutlich, wie aktuell diese Thematik ist. Auch heute erleben wir Situationen, in denen Mehrheitsmeinungen nicht unbedingt gerecht oder richtig sind. Der Mut, gegen den Strom zu schwimmen, bleibt herausfordernd. Die Diskussion zeigte eindrucksvoll, dass viele Schülerinnen und Schüler ein gutes Gespür für Gerechtigkeit besitzen und bereit sind, sich mit schwierigen ethischen Fragen auseinanderzusetzen. 

Neben diesen inhaltlichen Impulsen war der Gottesdienst geprägt von einer offenen und fröhlichen Atmosphäre. Gemeinsam wurde gesungen und einfühlsam formulierte Gebete von den Achtklässlern spiegelten Gedanken und Hoffnungen unserer Schulgemeinschaft wider. Unterstützung bei der Gottesdienstvorbereitung erhielten sie von unseren Schulsozialarbeitern Herrn Herwig und Frau Engelhardt. 

Insgesamt war der Ostergottesdienst ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Lernen und gelebter Glaube an unserer Schule Hand in Hand gehen können. 

In diesem würdevollen Rahmen wurde unsere stellvertretende Schulleitung, Frau Apostel, von Frau Götte, der Vereinsvorsitzenden des Christlichen Schulvereins e.V., herzlich willkommen geheißen und mit Blumenstrauß sowie Applaus von der Schulgemeinschaft und in ihre verantwortungsvolle Rolle eingesegnet. 

Insgesamt war der Ostergottesdienst ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Lernen und gelebter Glaube an unserer Schule Hand in Hand gehen können.

Fit fürs Leben bei IKEA


Ein wichtiger Bestandteil des Selbständigwerdens ist es, eine Wohnung zu haben und sie auch so einzurichten, dass man sich in ihr wohlfühlt. In diesem Sinne haben wir als Klasse 10 im WPU Kurs Fit fürs Leben mit Kurslehrer Herr Baak zu einem Besuch beim Einrichtungshaus IKEA aufgemacht. Eine sinnvolle Unterrichtseinheit, denn wir konnten herausfinden, welche Möglichkeiten es zum Möblieren einer eigenen Wohnung gibt. Außerdem haben wir bemerkt, wie viel Geld man für die Möbel ausgeben muss, auch wenn die erste Wohnung vielleicht nur eine Fläche von ca. 40m² bis 60m² hat. 

Der Tag, an dem wir das Möbelgeschäft IKEA besuchten, begann wie jeder andere Schultag, d.h. wir mussten um 7.50 Uhr in der Schule sein und haben zusammen mit unserem Lehrer den Tagesablauf besprochen. Danach nahmen wir um 9.30 Uhr den Bus zu IKEA ach Waldau. Als wir dort ankamen, mussten wir kurz warten, bis das Möbelhaus geöffnet wurde. Zuerst haben wir dann gemeinsam gefrühstückt. Nach dem Essen haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt und sind von 11 Uhr bis 13 Uhr unserm Arbeitsauftrag nachgegangen. Ziel war es die Kostenplanung für die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung zu erstellen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, habe ich mir einen Plan erstellt, mit welchen Möbeln ich das Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer und die Küche einrichten möchte. Für das Wohnzimmer ergab sich ein Betrag von 1.072,94 EUR, für das Schlafzimmer 1.044,87 EUR, für das Badezimmer 109,93 EUR und für die Küche 2.482,40 EUR. Die gesamte Einrichtung sollte 4.710,14 EUR kosten. 

Um den Arbeitsauftrag abzuschließen, mussten wir noch in das untere Stockwerk (die Markthalle) gehen, damit wir ein paar weitere nötige Einrichtungsgegenstände hinzufügen konnten, z.B. Lampen, Wäschekörbe etc. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser praxisnahe Unterricht uns gezeigt hat, dass das Möblieren einer Wohnung ziemlich teuer werden kann. Eine Schwierigkeit bei der Suche der passenden Möbel war auch, dass die Wohnungsfläche so begrenzt war und damit die Auswahl der Möbel nicht so groß. Eine gute Planung ist somit wichtig und notwendig.