Kassels Politik im Rathaus kennenlernen


 

Im Unterricht etwas über Politik zu lernen, kann durchaus spannend sein – doch die echte Politik im Rathaus ist natürlich noch spannender. Daher besuchte der Jahrgang 7 unsere Bürgermeisterin, Frau Maisch, die so freundlich war und Rede und Antwort stand.  

Vorbereitungen treffen 

Der Ausflug mit zwei siebten Klassen musste geplant werden: Unterricht wurde verlegt, Regeln besprochen, Fragen an Frau Maisch notiert. „Wie kamen Sie zu Ihrem Job?“, „Was wünschen Sie sich für Kassel?, „Welche ehemaligen Kolleginnen und Kollegen im Bundestag sind besonders nett?“ …Schnellwird klar: Auch private Fragen interessieren die Lernenden – ob wir eine Antwort bekommen würden? 

Es geht los 

Im Rathaus angekommen, wurde schnell klar, dass die Stimmung hier eine andere ist als in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler zeigten ein vorbildliches Benehmen und schafften es, Lautstärke und Gang gut anzupassen. Wir wurden begrüßt und gebeten, in den Magistratssaal zu folgen, in welchem wir an einem großen Konferenztisch Platz nahmen, während wir auf Frau Maisch warteten: Die Fragen wurden ausgepackt, noch schnell der Sitznachbar nach einem Stift gefragt und dann kam auch schon die Bürgermeisterin. 

Fragerunde 

Die Hände schnellten in die Höhe, als Frau Maisch ankündigte, dass die Fragerunde losgehen dürfe. Wir sprachen über die Stadt und Kassels Schulen, über Bundestag und Stadtpolitik, über Krisen in der Welt und – zum Glück – wurden auch die privaten Fragen beantwortet: „Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?“ Deutlich wurde dabei: Ein Schultag ist kurz gegenüber dem Alltag unserer Bürgermeisterin. Trotzdem bekommt sie Familie, Sport und Einkaufen im Bio-Supermarkt unter einen Hut!  

Spannend war es auch zu erfahren, dass Kassels Politik eng mit den Krisen auf dieser Welt verknüpft ist: Frau Maisch und ihre Kolleginnen und Kollegen müssen sich auf Stromausfälle durch Cyberangriffe vorbereiten und Notfallpläne erarbeiten. 

Am Ende waren sich die Schülerinnen und Schüler einig: „Liebe Frau Maisch, wir sind dankbar, dass Sie uns unsere Fragen beantwortet haben. Wir haben viel erfahren. Kassel kann froh sein, Sie als Bürgermeisterin zu haben.“

Die Zukunft im Blick – 6. Klassen starten mit einer Zukunftswerkstatt ins Lerncoaching


Am 10. und 11. November sind unsere beiden 6. Klassen in ein neues, spannendes Thema eingestiegen: das Lerncoaching. Den Auftakt bildete eine Zukunftswerkstatt, in der sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit ihren Träumen, Lebenszielen und persönlichen Stärken auseinandersetzten. Ziel war es, den eigenen Fokus zu schärfen und herauszufinden, was jede und jeder Einzelne eigentlich erreichen möchte – in der Schule und darüber hinaus. Die leitende Frage war: Wo stehst du in acht Jahren?  

Die Zukunftswerkstatt bot dafür einen geschützten Raum, um Wünsche zu formulieren, Hürden zu erkennen und erste Schritte in Richtung Zukunft zu planen. In verschiedenen kreativen Methoden – von Vision Cards bis Zielpyramide – hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit Fragen wie „Was ist mir wichtig?“ oder „Was möchte ich später einmal können?“ auseinanderzusetzen. 

Dieses bewusste Nachdenken über sich selbst bildet die Grundlage des Lerncoachings, das die Schülerinnen und Schüler nun im Laufe des Schuljahres begleiten wird. Lerncoaching bedeutet, den eigenen Lernprozess besser zu verstehen und zu gestalten: sich Ziele zu setzen, Lernwege zu reflektieren, passende Strategien auszuprobieren und aus Erfahrungen zu lernen. Nicht der Stoff steht dabei im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, sich selbst zu steuern und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen. 

Die beiden zweistündigen Einführungsrunden haben eindrucksvoll gezeigt, wie motivierend es für die Kinder sein kann, wenn sie spüren, dass ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche ernst genommen werden.  

Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern weiterzugehen – Schritt für Schritt, mit Neugier, Selbstvertrauen und einem klareren Blick auf ihre Zukunft. Unsere Lehrkräfte wurden und werden gemäß dem Mündener Modell im Lerncoaching aus- und fortgebildet.

Schule gegen Rassismus geht weiter 


Im Jahr 2025 hat die JHWS dem Rassismus die Stirn geboten und die jetzigen Klassen 9a und 9b haben sich im PoWi-Unterricht dafür eingesetzt, dass wir Teil des Netzwerks „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ werden.   

Die Schulgemeinschaft der JHWS führte eine Abstimmung durch, vorbereitet und durchgeführt von den beiden 9. Klassen, und wer hätte es anders erwartet: mit großer Mehrheit wurde sich dafür ausgesprochen, dass wir ein Teil dieser sinnvollen Initiative werden. Da der Jahrgang 9 sich nun mit anderen interessanten Themen im PoWi-Unterricht beschäftigen muss, geben sie diese wichtige Aufgabe an die Schülervertretung (SV) ab. Sinnvoll ist es da natürlich, dass unsere Schulsprecherin Lena (9b) bereits an den Vorbereitungen beteiligt war. Frau Risch, die die SV betreut und unterstützt, hat den Unterricht mit den beiden 9. Klassen durchgeführt. „Mir ist es sehr wichtig, dass wir uns gegen Rassismus und für Courage einsetzen und dieses Bestreben nicht einschläft. Daher freue ich mich sehr, dass wir in der SV das Thema weiterhin aktiv voranbringen und so nach und nach die Projekte und Ziele in die Schulgemeinschaft hineintragen“, sagt die PoWi-Lehrerin.   

Auch am Engagement der SV wird deutlich, dass den Schülerinnen und Schülern das Thema wichtig ist. Beim vergangenen Tag der Offenen Tür war es den Vertreterinnen und Vertretern der Schülerschaft wichtig, dass das Netzwerk „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ auch am SV-Stand Erwähnung findet.  

Bis wir eine offizielle Schule mit Courage werden können, wird es noch einige Zeit dauern (Verträge schreiben, Fristen ein- und aushalten, Kontaktpersonen finden), jedoch ist der wichtigste Schritt unserer Meinung nach bereits getan. Wir haben in der Schule Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema geschaffen. Statt dem Titel ist uns in erster Linie wichtig, dass wir Projekte und Aktionen an die Schule bringen. Wenn dies alles passiert und eine Routine gefunden wurde, kümmern wir uns um die offizielle Auszeichnung. Taten zählen eben mehr als Worte, das weiß auch die JHWS. 

Gemeinsame Auszeit auf dem Eis 


Was gibt es im Winter Schöneres, als einige Runden auf dem Eis zu drehen? – das fragten auch die Klassen 8a und 9b, und wünschten sich von ihren Lehrerinnen wieder einmal gemeinsam in die Kasseler Eishalle zu gehen. 

Diesen Wunsch erfüllten die Lehrerinnen ihnen gerne, denn neben einem netten Ausflug bringt so ein Tag einige positive Aspekte mit sich: Das Klassenklima erwärmt sich in so einer gekühlten Halle deutlich, denn man muss sich bestimmt das ein oder andere Mal festhalten, um den Halt nicht zu verlieren, oder man erkennt auf einmal, was für eine tolle Eisläuferin die Klassenkameradin ist, von der man unbedingt etwas lernen kann. Auch untereinander lernen sich die Jahrgangstufen besser kennen, was nur im Sinne einer starken Schulgemeinschaft sein kann. 

Während alle bibbernd in der Kälte auf die Öffnung der Halle warteten, war die Aufregung bereits spürbar: „Wer kann besser fahren als ich?, „Werde ich die Bande heute loslassen können?, „Treffen wir Husky-Spieler?. 

Auf dem Eis konnten die meisten gut performen und wer noch unsicher war, hat tatsächlich freundliche Unterstützung bekommen. So konnten auch die Lehrerinnen entspannt ein paar Runden drehen. 

Leider geht die Zeit beim Eislauf in der Probonio-Arena immer viel zu schnell um. Doch kurz vor dem Ende des Ausfluges gab es noch eine Überraschung: Die Huskys waren da! Dank einiger mutiger Schülerinnen, die große Eishockey-Fans sind, durften wir noch eine Weile dem Training beiwohnen und so auch noch einmal die Profis ganz nah erleben. 

Was für ein lohnenswerter Ausflug. Wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder.