KomPo7 macht’s möglich: Siebtklässler wachsen an Herausforderungen und Zukunftsfragen


 

In den ersten Wochen dieses Schuljahres drehte sich für den Jahrgang 7 alles um das Thema: KomPo7*, ein Kompetenzfeststellungsverfahren, das bereits seit einigen Jahren im Rahmen der Berufsorientierung an der JHWS umgesetzt wird. Dabei schlüpften die Lehrkräfte des Jahrgangs in die Rolle der Beobachter und Beobachterinnen, während die Schülerinnen und Schüler selbstständig in festen Kleingruppen aktiv waren. Aber dazu gleich mehr…  

Und was machten die anderen Lernenden während dessen?  

Während die Jahrgänge 5 und 6 Unterricht hatten, setzten die Klassen 8 und 9 einen Social Day um und schrieben anschließend einen Erfahrungsbericht. Die 10. Klasse war ebenfalls unterwegs – auf einer Kurzklassenfahrt: den sogenannten Stillen Tagen. So blieb in unserem Schulgebäude ausnahmsweise viel Platz für die Jugendlichen der 7a und b, um Problemstellungen kreativ und mit Teamgeist zu lösen.  

Dabei ist es gar nicht so einfach beispielsweise eine Papierbücke zu bauen, wenn man nur wenige Materialien, eine knappe Vorgabe und ein enges Zeitfenster zur Verfügung gestellt bekommt und am Ende ein Matchboxauto problemlos über die Brücke fahren soll. Hier waren Teamwork, Timing und Problemlösefähigkeit gefragt.Die Schülerinnen und Schüler bauten am ersten KomPo7-Tag aber nicht nur Brücken aus Papier, sondern auch große Luftballontiere. Eine Aufgabe, die in den Gruppen für Spaß sorgte. Dabei konnten Kompetenzen wie z.B. Kreativität, Ausdauer und Kommunikationsfähigkeit der/des Einzelnen gut beobachtet werden.  

Am zweiten KomPo7-Tag bekamen wir Besuch von der Firma Hackländer aus Kaufungen sowie von unseren Nachbarn der Firma Jordan. Beide Unternehmen sind Kooperationspartner der JHWS im Bereich der Berufsorientierung. 

Die Jugendlichen hatten im AL-Unterricht bereits Interviewfragen vorbereitet, die sie den Auszubildenden und Ausbildern der beiden Unternehmen heute stellten. So sammelten sie nicht nur wertvolle Informationen über Hackländer und Jordan, sondern setzten sich auch mit möglichen Ausbildungsberufen auseinander. Die Interviewpartner konnten den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zur Ausbildung im Bereich Groß- und Außenhandel und Fachkraft für Lager/Logistik geben. Außerdem berichteten sie über den Aufbau der Unternehmen. 

Spannend war es zu beobachten, wie unsere Schülerinnen und Schüler sehr aktiv und selbstbewusst viele Fragen stellten, beispielsweise zu Aufgaben, Tätigkeiten, Arbeitsbedingungen und den Fähigkeiten, die man für den Ausbildungsberuf mitbringen sollte.  

Nach einem sehr produktiven Vormittag und einer Pause begannen die Jugendlichen in ihren Kleingruppen mit der Strukturierung der erhaltenen Antworten und der Erstellung von Job-Plakaten zum Thema, welche am nächsten Vormittag vorgestellt wurden.  

Hierbei standen die Fähigkeiten zu planen, Informationen zu strukturieren und gut miteinander zu kommunizieren im Vordergrund. Kompetenzen, die im späteren Arbeitsleben dringend benötigt werden.  

Rund um die Herbstferien erhielten alle Teilnehmer dann ein persönliches Feedback zu den beobachteten Stärken und möglichen interessanten Berufsbildern, die zudem noch durch einen Berufsbildtest und eine Selbsteinschätzung unterfüttert. Mit Kompo7 startete der Jahrgang 7 mit spannendenden Aufgaben und abwechslungsreichen Tagen in die persönliche Berufsorientierung – ein erster Schritt, um sie auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten. 

 

 * KomPo7 wurde vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. (bwhw) und dem Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e.V. (VSB)