Am 8. September fand an der Johann Hinrich Wichern Schule anstelle des Unterrichts der Social Day statt. An diesem Tag sollten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6, 8 und 9 ehrenamtlich in selbst gewählten sozialen Projekten engagieren.
Einige der Schülerinnen und Schüler haben bemerkenswerte Projekte durchgeführt, wie z.B. Jessica aus der Klasse 9a und Felix aus der 8b:
Ich verbrachte meinen Social Day in Kassel und verteilte selbst gebackene Muffins an Obdachlose. Die Idee kam mir, als ich darüber nachdachte, dass es ja Menschen gibt, die hungern und nichts haben. Als ich in der Innenstadt ankam, sah ich ihr viele Obdachlose, die sich versammelt hatten und um Essen bettelten. Ich begann meine Muffins zu verteilen. Die Leute sahen mir bei meiner Aktion zu und haben mich dann darauf angesprochen, warum ich ihnen helfe. Die Obdachlosen waren alle sehr dankbar für meine Geste. Das Verteilen der Muffins war nicht nur eine Möglichkeit, den Menschen auf der Straße etwas Gutes zu tun, sondern auch der Versuch, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ich hörte mir ihre Geschichten an und es war traurig was sie erlebt hatten…Bei ein paar Geschichten kamen mir die Tränen. Manche sahen es auch als Vorteil auf der Straße zu leben. Sie meinten, es sei ihnen von Gott bestimmt, selbst klar kommen zu müssen, und dass ihnen nichts passieren kann, denn Gott beschützt sie. Ich habe auch gehört, dass einem Obdachlosen der Hund weggenommen wurde, weil er ja kein zu Hause hat. Er tat mir sehr leid.
Meine Aktion hat wirklich geholfen, da andere Menschen es sich abschauten und den Obdachlosen spontan Wasser gekauft haben und es verteilten. Das hat mich wieder froh gemacht.
Meinen Social Day 2025 verbrachte ich im Altersheim „New care home“ in Vellmar in der Nähe meines Wohnortes. Am Vormittag half ich eine Weile im Sekretariat des Wohnheims. Dort waren mein Aufgaben Pakete sortieren und den Wohngruppen zuordnen, die Kaffeemaschine und der Getränkeautomat für die Bewohner und Mitarbeiter auffüllen und dann noch den Speiseplan in verschiedenen Formaten ausdrucken und an mehreren Stellen des Wohnheims aushängen oder auslegen. Später habe ich mit einigen den Bewohnern passend zum Herbstanfang bunte Blätter als Dekoration gebastelt, das war für die alten Menschen eine schöne Beschäftigung und sie haben sich darüber gefreut. Als alles fertig war, haben wir es aufgehängt, damit es noch etwas gemütlicher in den Aufenthaltsräumen wurde. Es war für mich spannend mit welchen einfachen Dingen man die Menschen glücklich machen kann.
Genau das ist das Ziel des Social Day: Er soll den Schülerinnen und Schülern unserer Schule nahebringen, dass ihr sozialer Einsatz sich lohnt – weil Menschen wertvoll sind und es eine unglaublich bereichernde Erfahrung ist, ein Segen in dieser Welt sein zu können und einen Unterschied im eigenen Umfeld zu bewirken.
Abschlusspräsentationen der 10. Klasse: Beeindruckende Ergebnisse

Am 3. November 2025 war es wieder so weit: Die Abschlusspräsentationen der Zehntklässler standen an. Mit 20 von 21 zugelassenen Schülerinnen und Schülern – alle waren anwesend – waren sie ein voller Erfolg. Die Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie ernst es allen Prüflingen mit ihren Themen war und wie gut sie sich auf ihre Prüfungen vorbereitet hatten.
Die Auswahl der Themen war wieder einmal vielfältig und zeugte von großem Interesse an spannenden und oft auch ungewöhnlichen Fragestellungen. Zu den Highlights gehörten unter anderem „Was hat die Blitzkrieg-Strategie erfolgreich gemacht und was hat sie zerstört?“ von Ben, „Schuluniformen – ein Gewinn fürs Schulleben oder ein Freiheitsverlust?“ von Noah und „Von der Jahrmarktbühne in Gottes Haus – Wie die Orgel in die Kirche kam?“ von Leonardo.
Wir bedauerten als drei Prüferteams nicht alle Vortragenden erlebt haben zu können, denn es wurde deutlich, dass es viele faszinierende Themen gab, die das Publikum fesselten. Besonders spannend war z.B. die Entwicklung von Musiknoten, die auf anschauliche Weise präsentiert wurde.
Was sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich verändert hat, ist der Einsatz digitaler Medien. Alle Schülerinnen und Schüler nutzten Präsentationssoftware, oft ergänzt durch Plakate und Requisiten. Diese modernen Hilfsmittel unterstützten ihre Argumentation und machten die Präsentationen visuell ansprechend.
Das Niveau der Prüfungen war insgesamt sehr hoch. Es gab herausragende und auch besonders kreative Präsentationsweisen überzeugte. Fundiertes Wissen in den Fächern Arbeitslehre und Biologie sowie selbstsicheres Auftreten beeindruckten.
Insgesamt zeigten alle Zehntklässler, was sie in den letzten Jahren gelernt haben – sowohl in puncto Fachwissen als auch in Präsentationstechniken. Acht Prüflinge durften sich über die Höchstnote 1 freuen. Es war ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Vorbereitung und ihres Engagements. Wir sind stolz auf alle Leistungen und freuen uns auf die nächsten Schritte auf dem Bildungsweg jedes Einzelnen. Weiter so!
KomPo7 macht’s möglich: Siebtklässler wachsen an Herausforderungen und Zukunftsfragen
In den ersten Wochen dieses Schuljahres drehte sich für den Jahrgang 7 alles um das Thema: KomPo7*, ein Kompetenzfeststellungsverfahren, das bereits seit einigen Jahren im Rahmen der Berufsorientierung an der JHWS umgesetzt wird. Dabei schlüpften die Lehrkräfte des Jahrgangs in die Rolle der Beobachter und Beobachterinnen, während die Schülerinnen und Schüler selbstständig in festen Kleingruppen aktiv waren. Aber dazu gleich mehr…
Und was machten die anderen Lernenden während dessen?
Während die Jahrgänge 5 und 6 Unterricht hatten, setzten die Klassen 8 und 9 einen Social Day um und schrieben anschließend einen Erfahrungsbericht. Die 10. Klasse war ebenfalls unterwegs – auf einer Kurzklassenfahrt: den sogenannten Stillen Tagen. So blieb in unserem Schulgebäude ausnahmsweise viel Platz für die Jugendlichen der 7a und b, um Problemstellungen kreativ und mit Teamgeist zu lösen.
Dabei ist es gar nicht so einfach beispielsweise eine Papierbücke zu bauen, wenn man nur wenige Materialien, eine knappe Vorgabe und ein enges Zeitfenster zur Verfügung gestellt bekommt und am Ende ein Matchboxauto problemlos über die Brücke fahren soll. Hier waren Teamwork, Timing und Problemlösefähigkeit gefragt. Die Schülerinnen und Schüler bauten am ersten KomPo7-Tag aber nicht nur Brücken aus Papier, sondern auch große Luftballontiere. Eine Aufgabe, die in den Gruppen für Spaß sorgte. Dabei konnten Kompetenzen wie z.B. Kreativität, Ausdauer und Kommunikationsfähigkeit der/des Einzelnen gut beobachtet werden.
Am zweiten KomPo7-Tag bekamen wir Besuch von der Firma Hackländer aus Kaufungen sowie von unseren Nachbarn der Firma Jordan. Beide Unternehmen sind Kooperationspartner der JHWS im Bereich der Berufsorientierung.
Die Jugendlichen hatten im AL-Unterricht bereits Interviewfragen vorbereitet, die sie den Auszubildenden und Ausbildern der beiden Unternehmen heute stellten. So sammelten sie nicht nur wertvolle Informationen über Hackländer und Jordan, sondern setzten sich auch mit möglichen Ausbildungsberufen auseinander. Die Interviewpartner konnten den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zur Ausbildung im Bereich Groß- und Außenhandel und Fachkraft für Lager/Logistik geben. Außerdem berichteten sie über den Aufbau der Unternehmen.
Spannend war es zu beobachten, wie unsere Schülerinnen und Schüler sehr aktiv und selbstbewusst viele Fragen stellten, beispielsweise zu Aufgaben, Tätigkeiten, Arbeitsbedingungen und den Fähigkeiten, die man für den Ausbildungsberuf mitbringen sollte.
Nach einem sehr produktiven Vormittag und einer Pause begannen die Jugendlichen in ihren Kleingruppen mit der Strukturierung der erhaltenen Antworten und der Erstellung von Job-Plakaten zum Thema, welche am nächsten Vormittag vorgestellt wurden.
Hierbei standen die Fähigkeiten zu planen, Informationen zu strukturieren und gut miteinander zu kommunizieren im Vordergrund. Kompetenzen, die im späteren Arbeitsleben dringend benötigt werden.
Rund um die Herbstferien erhielten alle Teilnehmer dann ein persönliches Feedback zu den beobachteten Stärken und möglichen interessanten Berufsbildern, die zudem noch durch einen Berufsbildtest und eine Selbsteinschätzung unterfüttert. Mit Kompo7 startete der Jahrgang 7 mit spannendenden Aufgaben und abwechslungsreichen Tagen in die persönliche Berufsorientierung – ein erster Schritt, um sie auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten.
* KomPo7 wurde vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. (bwhw) und dem Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e.V. (VSB)
Weihnachten im Schuhkarton – fächerübergreifende Unterrichtsbegleitung

Der Jahrgang 6 setzt sich in diesen Tagen mit dem Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ auseinander. Die Fachlehrkräfte beteiligen sich inhaltlich am Projekt und greifen Anteile davon auf, um diese im eigenen Unterricht zu thematisieren. Im Englischunterricht wurde es in den letzten Stunden besonders kreativ: Die Schülerinnen und Schüler gestalteten liebevolle Weihnachtsgrußkarten auf Englisch, die gemeinsam mit den Geschenkpaketen an Kinder in aller Welt verschickt werden.
Mit viel Freude und Engagement überlegten sich die Lernenden herzliche Botschaften wie “Merry Christmas!” „I hope you like the little gift.“ und setzten ihre neuen Vokabeln gleich in die Praxis um. Dabei wurde nicht nur die Sprachkompetenz gefördert, sondern auch das Bewusstsein dafür gestärkt, wie Worte Freude schenken und Menschen miteinander verbinden können.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und sinnvoll Fremdsprachenlernen sein kann – und dass schon kleine Gesten große Wirkung haben können. Wir sind stolz auf unsere sechsten Klassen und danken ihnen und ihren Familien, dass sie dieses besondere Weihnachtsprojekt unterstützt haben.
Lerncoaching

„Jeder Mensch trägt die Fähigkeit in sich, Lösungen zu finden und an seinen Aufgaben zu wachsen.“ – Dieser Gedanke ist die Grundlage unseres neuen Lerncoaching-Angebots, das wir seit diesem Schuljahr für die gesamte Jahrgangsstufe 6 eingeführt haben.
Das Lerncoaching nach dem Mündener Modell setzt auf individuelle Gespräche zwischen Lernendem und Coach, in denen eigene Stärken sichtbar werden, Ziele formuliert und Wege zu ihrer Umsetzung gefunden werden. Ursprünglich für höhere Klassen entwickelt, haben wir das Konzept so weiterentwickelt, dass es altersgerecht funktioniert – klar strukturiert, nah an den Bedürfnissen der Kinder und mit einem besonderen Fokus auf Motivation und Selbstvertrauen.
Im Schuljahr 2024/2025 starteten wir mit der Klasse 6b in eine Pilotphase. Die Ergebnisse waren sehr ermutigend: Das Coaching wurde grundsätzlich verstanden, die Selbstwirksamkeit gestärkt und Lernstrategien verbessert. „Am Anfang war ich unsicher, worüber ich sprechen soll. Aber dann habe ich gemerkt, dass es wirklich um meine Ziele geht. Das war neu und hat Spaß gemacht“, erzählt eine Schülerin aus der Klasse 6b. Auch die Lehrkräfte, die als Coach tätig waren, ziehen ein positives Fazit: „Es ist beeindruckend, wie ernst die Kinder ihre eigenen Ziele nehmen, wenn man ihnen den Raum dafür gibt.“
Weil die Rückmeldungen von allen Seiten so positiv waren, haben wir uns entschieden, das Lerncoaching nun für die gesamte Jahrgangsstufe 6 einzuführen.
Das Lerncoaching ist dabei kein isoliertes Angebot, sondern fügt sich nahtlos in unser pädagogisches Gesamtkonzept ein. Es ergänzt das Fach „Lernen lernen“, bereitet auf das Kompetenztraining und die Interessenswerkstätten in Jahrgang 7 vor und schafft eine Grundlage für die Praktika in Jahrgang 8 und 9. Das Coaching gibt uns einmal mehr die Chance, unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zu begleiten – und das macht Schule lebendig.
Alle Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 6 erhalten pro Halbjahr zwei Coachinggespräche. Dabei bleibt die Teilnahme immer freiwillig. Wir möchten jedoch allen die Möglichkeit geben, frühzeitig Einblicke in das Coaching zu gewinnen und zu erfahren, wie es ihre persönliche Entwicklung unterstützen kann.
Wir freuen uns, unseren Lernenden mit diesem besonderen Angebot einen wertvollen Begleiter für ihre schulische und persönliche Entwicklung an die Seite zu stellen.
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Lerncoaching auf einen Blick
- Grundlage: Lerncoaching nach dem Mündener Modell
- Besonderheit: angepasst für die gesamte Jahrgangsstufe 6
- Freiwilligkeit: Teilnahme bleibt immer freiwillig – alle bekommen die Chance, das Angebot kennenzulernen
- Struktur: zwei Coachinggespräche pro Halbjahr mit einer Lehrkraft als Coach
- Ziele: Stärken entdecken, persönliche Ziele entwickeln, Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen
- Einbettung: ergänzt das Fach Lernen lernen und bereitet auf Kompetenztraining (Jg. 7), Sozialpraktikum (Jg. 8) und Betriebspraktikum (Jg. 9) vor
Stadt, Land, Zukunft – Wo lebt es sich am besten?

In den letzten Wochen drehte sich im Geografieunterricht der Klassen 6a und 6b alles um eine spannende Frage: Wie lebt es sich eigentlich in der Stadt – und wie auf dem Land? Und wie stelle ich mir das Leben in der Zukunft vor?
Gemeinsam mit der Geografielehrerin Frau Okelmann haben die Schülerinnen und Schüler die Vor- und Nachteile beider Lebensräume untersucht. Schnell wurde klar: Das Leben in der Stadt bietet viele Möglichkeiten – Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote und kurze Wege mit der Straßenbahn, dem Bus oder dem Fahrrad. Auf dem Land dagegen schätzen viele die Ruhe, die Natur und das gute Miteinander.
In kleinen Diskussionsrunden und kreativen Aufgaben setzten sich die Kinder damit auseinander, wo sie selbst aktuell leben, wo sie gerne leben würden und warum. Dabei entstanden viele persönliche und interessante Gedanken: Manche wünschen sich das Leben einer Großstadt mit vielen Möglichkeiten, andere träumen von einem Haus am Waldrand mit Natur, Haustieren und viel Platz.
Richtig kreativ wurde es zum Abschluss des Themas:
Die Klassen entwarfen eine Stadt oder ein Dorf der Zukunft! Mit viel Fantasie und bunten Ideen entstanden nachhaltige, moderne und lebenswerte Orte – mit Solarenergie, Gemeinschaftsgärten, umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und begrünten Hochhäusern.
Ob Stadt oder Land – beide Lebensräume haben ihre Vorteile und ihren Reiz. Am wichtigsten ist, dass Menschen sich dort wohlfühlen, wo sie leben. Und wer weiß – vielleicht wird eine dieser Zukunftsstädte ja eines Tages wirklich gebaut!
Sportliche Unterstützung durch die Fieseler-Stiftung




Bewegungsmangel ist heutzutage ein ernstes Problem. Viele Menschen sitzen durchschnittlich über zehn Stunden am Tag und gleichen dies nicht mehr durch ausreichende körperliche Aktivitäten aus. Langfristig leiden darunter nicht nur Muskeln und Gelenke, sondern auch das Immunsystem, die psychische Gesundheit, die Konzentrationsfähigkeit und vieles mehr. Einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Bewegung gewöhnt man sich meist schon in den Kinder- und Jugendjahren an. Daher fördern wir unsere Schülerinnen und Schüler in diesem wichtigen Bereich. Auch neben dem Sportunterricht bieten wir verschiedene Möglichkeiten an, die zur Bewegung motivieren. Schon jetzt und noch mehr mit dem kommenden Umzug der Realschule wollen wir bewegungsfördernde Angebote ausbauen. Die Fieseler-Stiftung hat dies mit 4.500 € gefördert, so dass wir zusätzliche Sportgeräte für den In- und Outdoor-Bereich anschaffen konnten, die bereits begeistert benutzt werden. DANKE für diese nachhaltige Investition!





