An zwei Tagen, dem 9. und 10. September, haben die Klassen 5a und 5b Hunderte von Schritten gezählt, die Höhe eines kleinen Hügels geschätzt und die Himmelsrichtung Norden bestimmt. Was haben sie da nur gemacht? Im Geografieunterricht lernten sie aktiv die verschiedenen Bestandteile einer Landkarte kennen, indem sie selbst eine erstellten.
Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht eine Google-Karte der Gegend angesehen hatten, liefen sie zum nahegelegenen Spielplatz und zur Hollywood-Schaukel im Park Schönfeld. Dabei zählten und notierten sie ihre Schritte abschnittsweise entlang der Strecke. Nach einer Pause auf dem Spielplatz zeichneten sie Skizzen der größeren Umgebung und erfanden Symbole für Dinge, die sie interessant fanden, wie zum Beispiel das Klettergerüst oder den Laufweg.
Am darauffolgenden Tag machten sich die Schülerinnen und Schüler an die Gestaltung ihrer eigenen Karten. Sie konnten selbst entscheiden, wie sie diese entwerfen wollten und ob sie allein oder mit einem Partner arbeiten wollten. Gefordert waren eine Windrose und eine Legende sowie die Verwendung von Farben. Einige schätzten auch die zurückgelegte Entfernung und fügten einen Maßstab hinzu, während andere Höhenlinien nutzten, um die Höhe des Hügels zu beschreiben.
Diese Aktivität half den Schülern, durch aktives Handeln kritisch über die vier Elemente einer Landkarte nachzudenken: Maßstab, Legende, Windrose und Höhenlinien. Da alle maßgeblich mitentscheiden konnten, was auf ihren Karten enthalten sein sollte und wie sie diese gestalten wollten, war jede Karte ein kreatives Projekt, das die Stärken der Lernenden zeigte und ihnen Eigenverantwortung für ihr Lernen gab. Diese Elemente – Wahlfreiheit, Kreativität und kritisches Denken – sind wesentlich für tiefergehendes Lernen und wichtig für den zukünftigen Erfolg der Schülerinnen und Schüler.



