Das Netzwerk Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage ist ein bundesweites Netzwerk, welches sich für die Gleichberechtigung aller Menschen einsetzt. Es vernetzt Schulen, die sich stark machen wollen, miteinander.
Eine großartige Idee, finden die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 und setzen sich dafür ein, dass die JHWS ein Teil dieses Netzwerkes werden kann. Doch das geht nicht einfach so, sondern ist an Bedingungen geknüpft, die erst einmal erreicht werden müssen. Dafür nutzten die Klassen 8a und 8b ihre PoWi-Stunden und erarbeiten einen Plan, um eine Schule ohne Rassismus zu werden.
Erst einmal müssen 80% der Schulgemeinschaft überzeugt werden und für eine Mitgliedschaft abstimmen. Die Lehrkräfte waren in der Konferenz schnell überzeugt, alle stimmten dafür, dass wir uns stark machen wollen. Jetzt muss nur noch die Schülerschaft überzeugt werden. Das sollte nicht so schwer sein, aber wir wollen es richtig machen.
Was bedeuten eigentlich die Begriffe Rassismus und Courage – schnell ist klar, dass beide Begriffe sehr umfangreich sind. So gestaltete Klasse 8b Plakate, die im Schulgebäude aufgehangen wurden, um die Schülerinnen und Schüler zu informieren und zu erklären, wie die Abstimmung ablaufen wird. Durchgeführt wird die Umfrage von der SV (Schülervertretung), die dafür auch einen kurzen Film dreht.
Die 8a agiert im Hintergrund und beginnt direkt mit der konkreteren Planung: Was wollen wir eigentlich machen, um über Rassismus aufzuklären? Die Klasse stellt Projekte vor, welche sie interessieren und sie für sinnvoll halten. Und auch das Wissen des Deutschunterrichts wird angewandt, denn wir benötigen eine Patin oder einen Paten, die wir durch einen nett formulierten Brief auf unser Projekt aufmerksam machen. Die Paten sollen unserer Schule in ihrem Vorgehen unterstützend zur Seite stehen.
Auch Kritik an dem Projekt findet ihren Platz, welche besprochen werden muss. Klar ist: Am Ende steht dennoch das Ziel, dass wir alle ein Teil dieses Projekts werden möchten. Doch eine Auszeichnung, die mit entsprechendem Schild am Eingang einhergeht, reicht nicht aus. Das haben auch die beiden achten Klassen erkannt:
„Rassismus verschwindet nicht einfach, wenn man ein Schild aufhängt.“
„Die Würde des Menschen ist unantastbar und das sollte sich jede Schule, die diese Auszeichnung trägt, zu Herzen nehmen.“
„Der Titel ist sinnvoll, um Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.“
„Ein Abzeichen allein kann nichts bewirken, sondern nur echte Taten und Mut.“
„Es ist wichtig, dass wir täglich daran arbeiten, Rassismus entgegenzutreten.“
„Courage bedeutet, dass wir in schwierigen Situationen zusammenhalten.“
„Vor dem Gesetz und vor Gott, sind alle Menschen gleich.“
„Ich wünsche mir, dass unsere Schule ein Ort ohne Diskriminierung ist.“
Betrachtet man diese Zitate der achten Klassen, bemerkt man sofort, dass bereits einiges in den Köpfen passiert ist und wir als Schule auf einem guten Weg sind. Voller Zuversicht starten wir in die nächsten Wochen und arbeiten daran, den Courage-Gedanken in die Schule zu tragen

